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Zur Geschichte des RAKU

Die Technik des Brennens stammt ursprünglich aus Korea. Es handelte sich um günstige und einfache  Gegenstände, meistens Tee-Becher. Diese Technik kam zu Beginn des 15. Jahrhunderts nach Japan. Chojiro, Sohn eines eingewanderten Ziegelei-Arbeiters, soll der erste gewesen sein, der diese Technik in Japan angewandt hat. Er stellte einige schlichte, hübsche Tee-Becher her, die von den Teezeremoniemeistern für ihre Teezeremonien, die Essenz der japanischen Philosophie und Ästhetik, entdeckt wurden.  Man strebte nach Harmonie und Einfachheit um das Einfache mit dem Schönen zu vereinen.

Das Wort RAKU stammt von dem chinesischen Ideogramm für Genuss, Leichtheit,  Behaglichkeit, Ruhe und Glücksgefühl.

Der Legende zufolge bekam der Sohn Chojiro´s ein Goldsiegel mit dem RAKU-Zeichen, der Begriff wurde zum persönlichen Titel und so erhielt die Technik ihre Bezeichnung.

Der 16. RAKU, Kechizaemon,  lebt und arbeitet heute in Kioto, und ist ein Nachkomme des ersten RAKU.

Andere haben auch mit dieser Technik gearbeitet, u.a. Honami Koetsu (1558-1637), der eine Tee-Schale hergestellt hat, die den Namen  Fuji-san, (Ehrwürdige  Fuji-Berg) bekam, und als japanisches nationales Heiligtum registriert wurde.

In Japan gab es keine Nachbrennung (Reduzierung), aber als die Technik nach dem 2. Weltkrieg in die U.S.A. kam, entdeckte man, dass man bei der Reduktion im Halm, sobald man Metallsalze hinzufügte, kräftige metallische Farben hervorbringen konnte. Diese Farben geben den Sachen einen buntstrahlenden Ausdruck, der zwar im Gegensatz zur eigentlichen Bedeutung des Wortes RAKU steht, aber eben sehr amerikanisch ist.