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Die Technik

Dem verwendeten Ton ist Schamotte untergemischt; das ist hartgebrannter, feuerfester Ton, der bis zu einer gewissen Körnung zermalmt und gesiebt worden ist. Das „öffnet“ den Ton,  wodurch die Ausdehnung des Tones bei der Erwärmung und das Zusammenziehen beim Abkühlen aufgefangen werden kann. Fast alle Tonarten können verwendet werden, sofern der Schamottenanteil 25-50 % ausmacht.

Die Glasur wurde früher aus der Verbindung von Blei und Ton hergestellt. Heute ist man zu Bor und Lithium übergegangen. Die Glasuren, die für meine Keramik verwendet werden, sind absolut bleifrei.

Die unterschiedlichen Farbtöne ergeben sich durch Beimischung entsprechender Metalloxyde und -nitrate.

Erst durch das Brennen erlangt das RAKU seine Besonderheit und es ist der spannendste Augenblick im Entstehungsprozess.

Sobald die Gegenstände zum ersten Mal bei 900°C gebrannt worden, glasiert und getrocknet sind, kommen sie in einen 600-700°C heißen Ofen. Die Temperatur wird angehoben und nach 5-10 Minuten werden die Gegenstände rot glühend. Nach weiteren 5-10 Minuten ist die Glasur geschmolzen. Die Arbeiten werden dann mit einer langen Zange herausgeholt und in einen Eimer gelegt, der mit brennbarem Material, wie z.B. Zeitungen, Stroh oder trockenes Laub, aufgefüllt ist, und zuletzt abgedeckt.                                                                             Ein Feuer erfordert Sauerstoff, doch da die Luftzufuhr unterbrochen ist, wird der Sauerstoff (Oxyd) von Ton und Glasur entnommen. Hat man z.B. Kupferoxyd in der Glasur, wird der Brennprozess das Oxyd entnehmen und reines Kupfer hinterlassen. Dieser Vorgang  wird als Reduktion bezeichnet. Wo der Ton nicht von Glasur bedeckt ist, brennt Kohlenstoff aus dem Rauch fest und färbt die Oberfläche grau bis schwarz. Nach weiteren 10 Min. werden die Gestände in eine Wanne mit Wasser gelegt, wo sie innerhalb weniger Minuten abkühlen.

Durch diese Methode werden Ton und Glasur ungemein hart beansprucht. Dadurch entstehen äußerst  große und zahlreiche Spannungen, welche die Glasur Zerspringen lassen, und Ton und Glasur porös machen. Darum ist RAKU nie ganz wasserdicht.

Man kann aus RAKU-Bechern Tee trinken, doch als Vase sind sie nicht benutzbar. Sie können auch nicht für säurehaltige Nahrungsmittel wie z.B. Juice oder Marmelade verwendet werden, da die Glasur leicht auflösbar ist.